Es gibt mittlerweile 7,5 Milliarden Menschen auf der Erde, aber davon leben mehr als 1,5 Milliarden ohne Strom, dementsprechend auch ohne Licht. Was für uns als eine Sache der Selbstverständlichkeit angesehen wird, ist in den armen Orten der Welt leider nur purer Luxus. Meist sind die Kosten für eine Stromversorgung schlichtweg zu teuer. Aber auch durch Naturkatastrophen, wie z.B. das Erdbeben in Haiti im Jahre 2011, ist fehlende Elektrizität eine unmittelbare Auswirkung. Die Menschen in diesen Armenvierteln leben meist in völliger Dunkelheit, was eine Kette vieler Faktoren in den Raum wirft. Sicherheit, Unabhängigkeit und Zugang zu Bildung sind dabei nur ein paar der Faktoren dieser Kette.
Alfredo Moser, ein brasilianischer Mechaniker und Erfinder, hat im Jahre 2002 ein fast revolutionäres Mittel entwickelt, dunkle Räume zu beleuchten. Dabei erfand er das sogenannte Solarflaschenlicht, welches auch von Studenten des Massachusetts Institute of Technology unterstützt wurde.
So können die Innenräume von Behausungen, die aus verschiedenen Gründen keine Fenster haben, ohne eine bestehende Stromversorgung beleuchtet werden. Vor allem in den Armenvierteln ist der Nutzen dieser Solarflaschen sehr hoch.
(Foto: machinesreview.com) |
(Foto: jacobimages.com) |
Das Prinzip ist simpel:
Eine mit Wasser gefüllte Flasche wird durch ein Loch im Hausdach (z.B. Wellblechdach) gesteckt, welches das Sonnenlicht reflektiert und ins Innere der Behausung leitet. Zusätzlich befinden sich einige Tropfen Chlor im Wasser, um Keime und Algenwachstum vorzubeugen. Somit bleibt das Wasser auch nach Jahren noch klar und sauber. Das auftreffende Sonnenlicht wird durch das Wasser in der Flasche gebrochen und teilweise in den Raum nach unten geleitet. Der andere Teil des gebrochenen Lichts trifft auf die anderen, umliegenden Solarflaschen. Dort wird das Licht dann nochmal gebrochen. Durch dieses Phänomen der Totalreflexion wird das Licht in der Flasche hin -und zurückgeworfen, bis der Winkel groß genug ist, um nach außen zu dringen und so den Raum zu erleuchten. Das Wasser streut dabei das Licht.
Eine mit Wasser gefüllte Flasche wird durch ein Loch im Hausdach (z.B. Wellblechdach) gesteckt, welches das Sonnenlicht reflektiert und ins Innere der Behausung leitet. Zusätzlich befinden sich einige Tropfen Chlor im Wasser, um Keime und Algenwachstum vorzubeugen. Somit bleibt das Wasser auch nach Jahren noch klar und sauber. Das auftreffende Sonnenlicht wird durch das Wasser in der Flasche gebrochen und teilweise in den Raum nach unten geleitet. Der andere Teil des gebrochenen Lichts trifft auf die anderen, umliegenden Solarflaschen. Dort wird das Licht dann nochmal gebrochen. Durch dieses Phänomen der Totalreflexion wird das Licht in der Flasche hin -und zurückgeworfen, bis der Winkel groß genug ist, um nach außen zu dringen und so den Raum zu erleuchten. Das Wasser streut dabei das Licht.
(Foto: cleanleap.com) |
Wie erfolgt die Beleuchtung ohne Sonnelicht und vorallem nachts?
Auch hier hat sich Alfredo Gedanken gemacht. Eine kleine, leistungsstarke LED, die durch Solarenergie betrieben wird, ersetzt dabei das Sonnenlicht. Das Wasser streut hier wieder das Licht. Die LED schaltet sich automatisch ein, wenn auf das Solarpanel keine Sonne mehr strahlt.
(Foto: literoflightusa.org) |
Das "Liter Of Light"- Projekt
Mit dieser Erfindung wurde kurz danach das "Liter Of Light" - Projekt von der MyShelter Foundation gegründet. Das Ziel dieser Foundation ist es, Armenviertel auf der ganzen Welt mit diesen Solarflaschenlichtern auszustatten. In den Slums drängen sich die Hütten so dicht aneinander, dass kaum Licht in die Behausungen gelangt. Nicht nur die Nächte müssen daher viele Menschen in vollkommener Dunkelheit verbringen, sondern auch ihre Tage. Im Jahre 2011 wurde das Projekt auf den Philippinen erstmals gestartet.
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(Foto: literoflightusa.org) |
Mittlerweile wurden 350.000 Solarflaschenlichter in 15 verschiedenen Ländern installiert und versorgen heute mehr als 140.000 Behausungen mit Licht. So sind die Menschen in den Armenvierteln nicht mehr gezwungen ihre Tage und Nächte in vollkommener Dunkelheit zu verbringen.
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